Montag, 17. April 2017

Oma's Osterstuten 2.0 - der Cranberry Kniff




Alle Jahre wieder blogge ich über Oma's wunderbares Hefegebäck an Feiertagen :)

Dieses Jahr hat Oma zum ersten Mal getrocknete Cranberries benutzt.
Diese finde ich oft sehr trocken im Teig. Das hat Oma auch sofort erkannt und die Cranberries
vorher in Sherry eingeweicht. Resultat --> HIMMLISCH!

Zum Nachbacken nehmt ihr das Basisrezept für Hefegebäck, fügt frisch abgeriebene Zitronenschale, Mandelsplitter und die eingeweichten Cranberries hinzu. Voilà!









Vegane Ostern: Seitan-Rouladen, Potenta-"Ei" & Zucchini-Nest-Tartelettes

Kennt ihr solche bunten Silikon-Backformen, die Euch im Geschäft anlachen und dann kauft man die und benutzt die viel zu selten und dann stellt man jedes Mal, wenn man etwas in genau dieser Spezial-Backform backen will, stellt man fest, dass der Teig zu sehr aufgeht oder irgendwo kleben bleibt und dann ist die Form kaum erkennbar ... so erging es mir mit meinen Ostereier-Silikon-Backförmchen.

Daher habe ich mal zu Ostern diese Formen für etwas anderes benutzt:
Polenta wird schnell in fest und passt sich der Form des Behältnisses an.

Das Menü sieht erst mal kompliziert aus, ist aber relativ stressfrei, da man
Polenta und Seitan  jeweils gut im Voraus kochen und später weiterverarbeiten.
Zudem habe ich viel improvisiert mit dem, was ich da habe. Alternative Rezepte, die mich hierfür inspriert haben, sind verlinkt.
Auch die Tarteletts oder zumindest die Füllung kann man schon bis zu einen Tag vorher zubereiten.





Rezept - Selbstgemachter Seitan für Rouladen (für 3 mittlere bis große Rouladen):
(Alternative: Ohne Vorkochen)

trockene Zutaten:
150g Glutenpulver
ca. 1 EL italienische Gewürzmischung (Meine enthielt: Knobauch, Tomate, Rote Paprika, Zwiebeln, Basilikum, Rosmarin)
1 Prise Muskatblüte
1 TL Paprika rosenscharf



feuchte Zutaten:
1 EL Dijonsenf
1 EL Tomatenmark
1 TL Aci Biber Sos (türkische Paprikasoße scharf)
3-4 EL Hefeflocken
1/2 EL Rübenkraut
1/2 EL Balsamico-Essig
150 ml Wasser

Zubereitung:
Einen mittelgroßen Topf mit Wasser zum Kochen aufsetzen.
Die trockenen und feuchten Zutaten jeweils gut miteinander vermischen.
Die feuchten Zutaten unter Rühren mit einer Gabel zu den trockenen Zutaten zugeben.
Gut verrühren und mit den Händen zu einem feuchten Teig kneten.
Diesen in 3 gleich große Stücke aufteilen. Diese jeweils in einen kleinen Gefrierbeutel (oder ähnliches) legen und mit einem Nudelholz zu dünnen, leicht quadratischen Schnitzeln ausrollen.
Die Gefrierbeutel wasserdicht verschließen (bei mir hat eine Wäscheklammer bzw. Geschenkband funktioniert). Wenn das Wasser kocht, die Hitze reduzieren, die Gefrierbeutel ins Wasser legen und 
20-30 Minuten im köchelnden Wasser garen lassen. Herausnehmen und im Beutel abkühlen lassen.


Walnuss-Crème für die Rouladenfüllung (Alternative: Tofu-Kräuter-Füllung)
2 Handvoll Walnüsse, geröstet und gehackt
1 EL Tomatenmark
3 EL veganer Frischkäse (habe die Kräuter-Crème vom DM verwendet)
1 Schalotte, feingehackt
Sojamilch nach Bedarf

Zubereitung:
Zutaten in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zu einer Crème pürieren. Soviel Sojamilch zugeben, wie nötig, damit das pürieren klappt.

zusätzlich für die Sauce:
1 Schalotte, in feine Scheiben geschnitten
2 handvoll geschnittene Champignions hinzugeben
ggf. etwas vegane Margarine
Sojamilch und Pfeffer nach Bedarf

Rouladen und Sauce zubereiten:
Die erkalteten Seitan-Schnitzel aus den Gefrierbeuteln nehmen und mit Küchenpapier abtrocknen.
Ca. 2 gehäufte TL Füllung auf die Schnitzel streichen und dabei jeweils einen Rand von min. 1 cm frei lassen.
Fest zu Rouladen einrollen und mit Zahnstochern, Rouladenspießen oder ähnlichem einrollen (ich habe Schaschlik-Holzspießchen mit einem Brotmesser in kleinere Spieße "zersägt". Zusammenrollen klappte aber auch nur mäßig - aber für's erste Mal ganz ok.
Wenn die Schnitzel zu dick und klein sind, um sie vernünftig zu rollen, kann man sie auch längs einschneiden und von der Seite befüllen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Rouladen scharf anbraten und einmal wenden, um auch die andere Seite anzubraten.
Die Rouladen herausnehmen und auf einem Teller im 5-10 Minuten im Ofen garen.
Währenddessen für die Sauce die zweite Schalotte 1-2 Minuten anschwitzen und die Champignions hinzugeben. Ggf. etwas Margarine hinzugeben.
Wenn die Pilze angebraten sind, die restliche Füllung und etwas Sojamilch hinzugeben. Bei niedriger Hitze köcheln lassen und nach und nach mehr Sojamilch hinzugeben. Nach Bedarf Pfeffern und ggf mit anderen Würzmitteln abschmecken.




















Rezept Polenta
für 2-3 Silikonformen

Etwas Olivenöl oder Margarine
200g Polenta
500ml Wasser
500ml Pflanzen"milch"
Mehrere halbgetrocknete Tomaten
Pfeffer nach Bedarf

Öl/Margarine in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Tomaten in kleine Stücke schneiden. Polenta unter Rühren kurz anschwitzen.
Etwas Pflanzenmilch/Wasser und die Tomaten unter Rühren hinzugeben und die Hitze reduzieren.
Bei geringer bis mittlerer Hitze nach und nach die restliche Flüssigkeit unter ständigen Rühren hinzugeben. Herdplatte ausschalten und 5-10min quellen lassen. Silikonförmchen leicht mit Olivenöl fetten. Mit der Polenta befüllen und glatt streichen. Erkalten lassen (am besten übernacht).

Kurz vor dem Servieren Silikon-Förmchen zum erhitzen in den heißen Ofen stellen (habe sie unten auf den Ofenboden gestellt). Die Polenta-"Eier" müssten leicht, auch ohne Stürzen aus der Form an einem Stück herausnehmbar sein.

(Anmerkung. ich breite die Polenta ohne Salz zu, traditionell wird sie aber mit Salz zubereitet. Dieses Rezept ist recht geschmacksarm, ihr könnt nach Geschmack die Polenta weiter würzen z.B. mit Hefeflocken, Chili, Paprika, veganem Käse, Kräuter, Knoblauch)

Rezept Zucchini-Nest-Tartelettes
(Alternative: Nudelnester statt Tartelettes)
1 Portion Mürbeteig / Quicheteig (habe den Quiche/Tarte-Teig von Tante Fanny verwendet)
1 kleine oder mittlere Zucchini
1 kleine Zwiebel
Zitronenpfeffer nach Bedarf
1 TL Rosmarin
1/2 Päckchen Dr. Oetker vegane Crème fraîche
veganer Pizzakäse nach Bedarf (habe den von Bedda verwendet)

Zubereitung:
Die Zucchini zu langen Spiralstreifen zubereiten. (Ich habe dafür einen Spiralschneider für "Gemüsenudeln".)
Ihr könnt diese aber auch mit einem Gemüsesparschäler oder einer groben Käsereibe erstellen.
Die Zwiebel halbieren in dünne Scheiben schneiden und untermischen.
Die Crème Fraîche und nach Bedarf veganen Pizzakäse untermischen.
Mit einer großen Tasse oder einer Müslischale mehrere runde Stücke aus dem Teig ausstechen.
Aus den Teig"resten" ein Häschen pro Tartelette ausstechen.
Die Ränder der Tarteletts wellig zu einem Rand einrollen. Die Tartelettes mit der Zucchinimasse auffüllen. Aus den anderen Teifresten ein paar dünne Streifen ausschneiden und gekringelt auf den Rand auflegen, um diese zu verstärken / dekorieren.
Auf jedes Tartelette eine Häschen Form auflegen und dünn mit Crème Fraîche bestreichen. Ein kleines Stückchen Walnuss als Auge auflegen.
Im Ofen ca. 30 min backen. Etwas früher in den Ofen geben, falls noch Platz für die Seitan-Rouladen und das Polenta gebraucht wird.



Sonntag, 20. April 2014

Omas Osterstuten – vegan

Ganz klassisch katholisch gabs bei meiner Oma heute am Ostersonntag selbstgebackenen Walnussstuten zum Ende der Fastenzeit.


Naja, fast klassisch – denn meine Oma hat den Stuten - in schon fast guter Tradition mittlerweile - zum Feiertag ganz vegan gemacht <3 <3 <3.

Den hab ich mir dann mal mit dem Tofutti (veganer Frischkäse auf Sojabasis) gegönnt, der die letzten Wochen unangetastet (weil zuckerhaltig und convenience food …) bei mir im Kühlschrank stand.

Seeeehr lecker – simple, puristisch, aber mit Liebe und guten Zutaten gemachtes Brot ist halt der Hammer!






Hier zum Nachbacken Oma’s Erklärung:

Hefeteig zubereiten aus:
400g Mehl
1/3 Päck. Hefe
1 ELschwach gehäuften Zucker
ca. 100g Margarine (Oma nimmt immer Alsan)
1 Tasse Sojamilch / Wasser (Oma hat den letzten Rest Sojamilch mit Wasser zu einer Tasse Flüssigkeit aufgefüllt)

Für die Walnüsse:
in einer trockenen Pfanne leicht geröstete Walnüsse in einen Plastikbeutel geben und von außem mit einem Nudelholz zerkleinern

Nach dem ersten Gehen des Teiges durchkneten, die Walnüsse in den Teig hineinwalzen. Den Teig formen, oben nach Geschmack einschneiden und mit Wasser/Sojamilch bestreichen (Oma als gute deutsche Hausfrau hat den letzten Rest Sojdrink/Wassergeminsch mit den Alsan-Resten verbunden … Ergebnis: schöne, nicht zu feste, goldbraune Kruste).
Vorm Backen nochmal 10 min. gehen lassen.


Zitat Oma: "Wenn ich für mich selber backe tue ich ja auch ein Ei da rein. Muss man aber nicht. … Mit der Alsan kann man ganz gut backen. Sowieso, zum Essen ist die eigentlich auch sehr gut."

Freitag, 18. April 2014

My blueberry ... brunch

(deutsch s. u.)

For the past 6 weeks - the traditional time of 'fasting' for catholics - I've completely left out sugar and white carbs from my diet. As a result, I've lost 4kg weight - while still being able to splurge. I honestly wasn't expecting this.

Anyways - here an example of a yummy, quick and healthier alternative to your typical holiday breakfast.

Pancakes (enough for 2 people)

1.
melt vegan margarine in a pan at medium - high heat

in the meantime
mix dry ingredients:

75 gr (about half a cup) whole wheat flour
1 tsp cononut blossom nectar crystals (or other sugar alternative)
some salt
ground vanilla to taste
1/2 tsp baking powder

2. add
1 cup (235ml) soy milk (or other nondairy milk) and stir to a smooth batter

3. add
chopped sugar free "milk" chocolate (optional,  I used "Sweet William")
1/2 a cup fresh blueberry

Place a scoop full of batter in the pan, as soon as the fat is hot enough for the batter to form a firm crust immediately. Bake until almost set, flip and bake until the batter is done.


Quick Blueberry Sirup:
mix berries in a cup with 1-2 Tsp. blue agave sirup or other natural sirup
microwave for 1 min on high and slightly smash the berries with a fork.


Während der Fastenzeit habe ich nun auf jeglichen Zucker und weiße Kohlenhydrate verzichtet. Resultat: 4 kg abgenommen - das hatte ich wirklich nicht erwartet.
Dennoch musste ich nicht auf süßes verzichten.

Heute gab's Heidelbeer Pancakes mit vollwertigen Süßungsmitteln:

für 2 Personen:

1.
Auf mittlerer bis hoher Hitze vegane Margarine in einer Pfanne schmelzen

Währenddessen die trockenen Zutaten vermischen:
75g Vollkornweizenmehl
1 TL Kokosblütenzucker (oder andere natürliche Zuckeralternative)
etwas Meersalz
gemahlene Vanille
1/2 TL Backpulver

2.

1 cup (235ml) Sojamilch  (oder andere pflanzliche "Milch" ) hinzufügen und zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren

3.
zerhackte zuckerfreie "Milchschokolade" hinzufügen (optional, ich habe "Sweet William" verwendet)
1 knappe handvoll Heidelbeeren

Sobald das Fett heiß genug ist, dass der Teig sofort eine feste Kruste bildet, je eine halbe Suppenkelle Teig in die Pfanne geben. Wenden, wenn der Teig fast fest ist und noch eine halbe Minute braten.

Schneller Blaubeersirup:
Einige Heidelbeeren in einer Tasse mit 1-2 EL blauem Agavedicksaft (oder anderem natürlichen Sirup) vermischen und in der Microwelle auf hoher Hitze 1 Min. erhitzen.
Mit einer Gabel leicht zerdrücken und verrühren.

Sonntag, 31. März 2013

Osterkranz - Easterbread

Traditioneller Osterkranz von Oma - mit Sojamilch und Alsan Reformmargarine statt Butter.
Schmeckt genauso, gelingt genauso wie das Originalrezept.
Der beste Beweis, dass vegan ganz einfach ist. 
Nur die Ostereier in der Mitte sind nicht vegan, gibt's aber auch. 
Jedenfalls kam unser Kaffeetisch ohne Hühnerei-Produkte aus :)


In many countries, at Easter a traditional sweet bread, often braided and/or shaped as a circle is served.
My German grandmother often makes round yeast sweet breads for Christmas and Easter and this is her VEGAN take on an Easter bread - tastes just like the original recipe with butter and milk.
No only the easter eggs in the middle are non-vegan.

However, no need for chicken eggs to make a great Easter sweet bread! 

Samstag, 30. März 2013

Eifrei durch die Osterzeit




Feiertage sollten immer eine besinnliche Zeit sein. Eine Zeit des Friedens, der Spiritualität und, wenn es frohe Feiertage sind, auch eine Zeit des Schlemmens. Leider bedeutet das für die meisten Menschen, tote Tiere zu servieren. Und dies ist mit meinem Verständnis von Feiertagen unvereinbar :(

Gerade zu Ostern zeigt sich unser bigottes Verhältnis zu Tieren - Küken, Häschen und Lämmer sind sooo süß. Und wir tuen ihnen so viel grausames an.

Unser Eierkonsum läuft gerade zu Ostern auf Hochtour. Gegen den Eierkonsum spricht aus veganer Perspektive einiges, ich will heute aber nur auf das sogenannte "Küken sexen" eingehen.

Allein 45 Mio. Küken werden [post edit: jährlich in Deutschland allein] direkt nach der Geburt getötet, da sie männlich (oder nicht eindeutig weiblich sind) und man nur Legehennen braucht.
Hähne werden nur in der Fleischproduktion benötigt, hierfür gibt es aber spezielle schnellwachsende Zuchtlinien. Die Hähne aus der Legehennenzüchtung sind nicht wettbewerbstauglich. Daher werden sie manuell aussortiert und entweder geschreddert, vergast, oder direkt in einen Brennofen geschmissen, natürlich ohne Betäubung, bei lebendigem Leib.
Trotz Tierschutz als Staatsziel ist dies gängige Praxis.

Zwar gibt es in Deutschland gut ein Dutzend Bio-Höfe, die nun die Hähne für Fleischproduktion großziehen und dafür teurere Eierpreise in Kauf nehmen (3 cent pro Ei - zum Vergleich: das ist der Unterschied zwischen Käfig und Freilandhaltung) - dies ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und selbst die Projektleiterin gibt zu, dasss die wenigen Konsumenten, die des Problems bewusst seien, lieber gleich vegan werden und ganz auf Ei verzichten.
Denn selbst wenn man die Hähne leben lassen würde - artgerecht wäre dieses Leben nicht und statt der natürlichen Lebenserwartung von 5 Jahren werden sie nach wenigen Wochen geschlachtet.

Wenn ihr also heute noch last-minute  für das Osterfest einkaufen geht, oder noch unentschlossen seid, was ihr kocht und backt, überlegt doch, ob ihr nicht zur Feier von Jesu Auferstehung (oder für die Nicht-Christen: zur Feier des Lebens) ein paar Küken (vielleicht auch Lämmer und Hasen und andere Tiere ...) verschonen wollt.

Hierzu bietet beispielsweise Peta Rezepte ohne Ei:
http://www.peta.de/web/eifrei.4388.html

Zur Inspiration wie man Ostern ohne Tierleid feiern kann habe ich dann hier noch ein Paar alte Nachtisch-Ideen:

Klassische Osterlämmer und Osterhasen



Dies ist ein klassischer Rührteig, der auch vegan gelingt. Eier kann man z.B. ersetzen durch mehr Backpulver und die Verwendung einer sauren Flüssigkeit (etwas Essig oder Zitronensaft in die Sojamilch geben und gerinnen lassen).

Ich habe jedoch mich hier inspirieren lassen und, da ich Äpfel absolut nicht leiden kann, statt dem Apfelmus mehr Sojajoghurt und etwas mehr Zucker verwendet. Farbstoff habe ich weggelassen und statt Vanille Orangenschale verwendet. 

Das Ergebnis von so viel Sojajoghurt ist, das der Teig sehr dicht und saftig, fast cremig ist.


Carrot-Cake mit Tofu Cream-Cheese-Frosting 

Leider weiß ich nicht mehr welches meiner vielen Möhrenkuchen-Rezepte ich verwendet habe, aber es ist ein Amerikanisches Rezept. Die werden auch hier besonders saftig wenn man statt Eiern Sojajoghurt verwendet. Alternativ kann man pro ersetztem Ei 1 EL Leinsamen zerkleinern und mit 2 EL heißem Wasser quellen lassen. Das ist auch extra gesund.


Das mit dem Frisch-Käse-Frosting ist was typisch amerikanisches und es ist verdammt süß!
Hier ein Rezept für Tofu-Frischkäse, welches sich für alle Cream-Cheese-Frosting-Rezepte verwenden lässt (wenn ihr einen gut sortierten Veggie-Laden habt könnt ihr auch einfach Tofutti kaufen).

folgende Zutaten fein pürieren:
1 Päckchen Seidentofu
75ml Cashewbutter
2 EL Zitronensaft
3 EL Wasser
1 TL Salz
2 EL Süßungsmittel (empfehle Agavendicksaft)
etwas Muskat


(Seidentofu bekommt man in Asialäden oder manchmal in gut sortierten Bioläden.)


Alternativ kann man auch Cupcakes machen. Unter der Verlinkung steht auch, wie ihr eine festeres Deko-Frosting machen könnt.
Oder man kann auch den Möhrenkuchen einfach mit normalem Zuckerguss oder Marzipan garnieren.

Hier eine Marzipan-Deko-Idee, die bei fast jedem Kuchen geht:

Osterwiesen-Kuchen


Der Kuchen ist ein amerikanischer Zitronen-Mohn-Kuchen, der in einer flachen rechteckigen Auflauf- oder Kuchenform gebacken wird.


Carrot-Cake-Ice-Cream 


Wenn man am Ostermontag noch Kuchen übrig hat oder etwas mehr Möhrenkuchen oder Muffins und Tofu-Frischkäse auf Vorrat herstellt und das Glück hat eine Eismaschine zu besitzen, ist dieses Dessert die absolute Krönung!

Zutaten für etwas mehr als 1l Eis:

- 2 cups (470 ml) Möhrenkuchenkrümel

- 2 cups (470 ml) Sojasahne (ich habe 2 Packungen Alpro Sojasahne genommen, laut Rezept auch andere vegane Milch/Sahne möglich, bei geringerem Fettanteil braucht man aber mehr Bindemittel)
- 1/2 cup (120 ml) Sojamilch (oder andere vegane Milch)
- 8 ounces (225 g) Tofufrischkäse (Rezept empfiehlt den von Tofutti, ich habe den aber selbst hergestellt*, denke aber, dass auch Sojajoghurt eine sinnvolle, günstige und einfache Alternative wäre)
- ¾ cup (175ml) brauner Zucker (habe stattdessen einen Zuckerguss aus Tofufrischkäse, Osaft und Puderzucker genommen, weil ich zuviel davon hatte)
- ½ TL Timt
- frischer Ingwer nach Geschmack (nach Rezept: ¼ TL Ingwerpulver, habe aber für ein milderes, volleres Aroma über Nacht Ingwerscheiben in der Masse ziehen lassen)
- eine Msp. Piment (optional)
- eine Msp. Muskat (optional)
- 1/4-1/2 TL Xanthan (oder ein anderes Bindemittel, z.B 2 EL Pfeilwurzelmehl/ Arrowroot)
- Vanillearoma von echter Vanille

Variante a) Zubeitung mit Xanthan:

Zutaten bis auf Kuchenkrümel, Sojamilch und Xanthan in einer Küchenmaschine, einem Mixer oder mit einem elektr. Rührgerät verrühren. Xanthan nach und nach mit etwas Sojamilch anrühren und unter Schlagen zur Masse gegen, gut mischen. ggf. frischen Ingwer in die Masse geben und am besten min. 12h kühlen. 

Küchenkrümel in einer Auflaufform auf Backpapier verteilen und vorfrieren.

Ingwer entfernen, Eismasse in die Eismaschine geben, die Küchenkrümel in den letzten 5 Minuten der Zubereitung nach und nach dazugeben. Falls es zu viele sind, einfach beim Seriveren oben drauf streuen

Variante b) Zubereitung mit Pfeilwurzelmehr oder ähnlichem Bindemittel:

Bindemittel mit Sojamilch anrühren. Sojasahne, Zucker, Frischkäse, Gewürze (bis auf Vanille) und restliche Milch in einem Topf bei mittlerer Hitze verrühren. Sobald es köchelt vom Herd nehmen und Bindemittel zugeben, gründlich verrühren. Abkühlen lassen, Vanille unterrühren und im Kühlschrank am besten min. 12h kühlen.

weiterer Verlauf wie oben.


Freitag, 27. Juli 2012

Crazy for Crackers

Our July 2012 Daring Bakers’ Host was Dana McFarland and she challenged us to make homemade crackers! Dana showed us some techniques for making crackers and encouraged to use our creativity to make each cracker our own by using ingredients we love.

This was quite an nice challenge ... easy to veganize and easy to make ... and something hearty for once!
AND: I finally used my pasta maker, which has been standing around unused in my kitchen for years (it was a real bargain but I never then went though the fuss of making homemade pasta.

The challenge involved using two different techniques of making crackers with two different recipes.

I chose to make 
a) the hand rolled health crackers using no egg egg replacer instead of egg white for the wash on top of the crackers
b) the seedy crisps, using the pasta maker (and hand rolling ...)



 


As I said, the recipes were easy to make ... and a great success. My Mother said she really liked the "Knäckebrot" I had made :D
I especially enjoyed the healthy crackers, they were quite tasty.
Here my comments on this recipe:
I used unprocessed canola oil, which usually you shouldn't use for baking, but they turned out fine. The recipe called for 25 Minutes in the oven, which I didn't quite dare, since they began to brown quickly (our oven is quite quickbaking generally). And some of the crackers hence weren't quite as crispy, as they should be, but still quite nice.
I used Fleur de Sel for on top which I strongly recommend. Maybe Himalayan pink salt would be nice too.
For Variation on some of the crackers I used a mix of flax seed, Fleur de Sel and Pink Pepper.
Notes: if using pepper - take it reeeally easy. I didn't ...

The recipe made quite a batch and had a relatively long baking time so I spent quite some time in the kitchen rolling, cutting and changing baking sheets ... so I guess I wouldn't make these all the time, but if you really want to impress guests with a simple yet elegant homemade snack - this is the right recipe! And they keep for up to two weeks ... if you can resist ...
I was stuck in a train for 6 hours the day after baking so they didn't last long ;-)

Recipe Nr. 2: the Seedy Crisps
(on the picture these are the grey small crackers in the mid/upper right corner)

Using the pasta maker was ... interesting. My pasta maker can be used for different thicknesses ...
I ended up using the thickest thickness, because that was the only one that seemed to work.
Umfortunately the dough didn't come out in one peace but in strands that were streaked with thin little rips (I should have made a picture, hard to describe ...)
I then first rolled the dough and then rolled it though the pasta maker for extra thinness.
Then I found that was too much fuss and only hand-rolled.
The difference wasn't really noticeable.
These crackers came out really hard but tasted good, with little salt.
Instead of cutting them, you lay the sheet of dough in the oven and bake in from both sides and then break it into pieces before continuing cooking.
Unfortunately one sheet came out too dark and wasn't really edible. So really watch your crackers folks!

Freitag, 27. April 2012

Daring Bakers: Armenian Cake

(Deutsch s. unten ) This month Jason from DailyCandor.com was our host and he taught us to bake Armenian Nazook and Nutmeg Cake. 
I am posting 2 hours late after having forgotten the daring bakers challenge altogether last month - shame on me. Currently I'm running as candidate for the state parliament and campaining has been keeping me busy.
And today I was especially busy with organizational political work, so instead of taking the challenge of trying to make vegan Nazook, a sour cream filled yeast treat, I chose the simple and quick to bake Nutmeg Cake.
The interesting thing about this cake is that you make a crust and filling out of the same basic dough.
My crust turned out a little too thick, perhaps I used too much flour and too little margarine or didn't process the dough enough. Despite being a little  sweet the cake has a simple yet elegant flavour and a very interesting texture. I chose to decorate with whole almonds instead of chopped ones.

I just came back from campaining in our local pubs and tried the cake as an after midnight snack with my campaing collegues and they really enjoyed the cake - and were surprised, that a vegan nutmeg cake could taste good.

Egg replacer was groud flax seeds with hot water- worked great!


Diesen Monat gab es als Back-Herausforderung der "Daring Bakers" zwei armenische Rezepte. Einmal "Nazook", ein Hefegebäck mit Sauerrahmfüllung und einen armenischen Muskatkuchen.
Da ich aktuell sehr beschäftigt bin mit meiner Landtagskandidatur habe ich leider nicht die Zeit und Muße für ein Hefegebäck gehabt, wo es spannend gewesen wäre, wie man denn eine vegane Alternnative zur  Sauerrahmfüllung hinkriegt. Daher habe ich den Muskatkuchen in der Schnellversion (mit Küchenmaschine) gebacken.

Das Resultat war ein cremiger Kuchen mit elegantem Aroma und etwas zu dick geratener, zuckrig-knuspriger Kruste. Sehr interessant. Und meinen Parteikollegen hat's eben jedenfalls geschmeckt.

Hier das veganisierte Rezept auf Deutsch:
Ofen vorheizen auf 175° C
1 TL Natron in 240ml Sojamilch (oder anderer pflanzlicher Milch) geben und beiseite stellen.
In einer Küchenmaschine 280g Mehl mit 400g Zucker und 2 TL Backpulver kurz mit der Pulstaste vermischen.
170g Alsan Reform Margarine in Würfeln hinzugeben und zu gleichmäßigen hellbraunen Krümeln vermischen.

Die Hälfte dieses Teiges in eine Springform geben und diese damit zu einer Kruste auskleiden.
1 EL Leinsamen schroten und mit etwas heißem Wasser aufgießen, kurz quellen lassen.
Die Leinsamenmasse zum Teig geben und in der Küchenmaschine gut verrühren. 
Dann die Sojamilch mit Natron sowie 1 TL frisch gemahlenen Muskat hinzugeben und zu einer gleichmäßigen Masse pürieren.
Den flüssigen Teig in die Kruste schütten.
Nach Belieben gehackte Walnüsse auf den Teig streuen und den Kuchen 30-40 Minuten backen, bis ein Zahnstocher trocken wieder aus dem Kuchen herausgezogen werden kann.
Auskühlen lassen - bon appetit!


Montag, 27. Februar 2012

Daring Bakers Challenge No. 2 : Quick Breads

For English see below.


Diesen Monat hatten die Daring Bakers als Aufgabe ein "Quick Bread" zu backen. Passend, denn ich brauchte heute sowieso ein Rezept was schnell geht.

Ein "Quick Bread" ist ein Gebäck in Kastenform, welches mit Backpulver statt Hefehergestellt wird. Kenne ich eigentlich als Teebrot - oder als ganz normalen Rührkuchen/ Sandkuchen. Denn die Rezepte waren teilweise schon eher rührkuchenartig.
Aber da ich schon lange keinen einfachen Kastenkuchen gebacken hatte, passte mir das recht in den Kram.

hier die von mir veganisierten Rezepte:

1. Einfacher aromatisierter Rührkuchen


Eine Kastenform fetten und mehlen (!). Den Ofen auf 180° C vorheizen.
1 cup (235ml) Sojamilch mit einem EL Zitronensaft oder einem neutralen Essig säuern, 10 min stehen lassen.
5 blanchierte Bittermandeln mit einem gehäuften EL Leinsamen mahlen. (Alternativ Bittermandelextrakt später zu den flüssigen Zutaten geben und nur die Leinsamen mahlen.) 3 EL heißes Wasser hinzugeben.
250g Mehl mit 1 TL Natron und 225g Zucker und 1/2 TL Salz in einer großen Schüssel verrühren.
Die gesäuerte Sojamilch und die Leinsamenpaste mit 60 ml Rapsöl (nicht kaltgepresst!) verquirlen.
Diese Mischung zu den trockenen Zutaten hinzugeben und verrühren. Der Teig soll nicht zu fein gerührt werden, sondern noch leicht klumpig bleiben. Teig in die Form geben und (optional) mit Mandeln bestreuen.
40 - 50 Minuten backen (Garprobe mit Holzstäbchen in der Kuchenmitte: wenn kein Teig am Stäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen gar).

10 Minuten in der Form kühlen, dann ganz auskühlen lassen.

Glasur zum Verzieren: 1-2 EL Rosenwasser mit 1/3 cup (80ml) Puderzucker zu einer Glasur verrühren, Kuchen nach dem Auskühlen damit mit einem Kuchenpinsel bestreichen.

2. Zitronen-Mohn-Kuchen


Eine Kastenform fetten und mehlen (!). Den Ofen auf 180° C vorheizen.

125g Margarine in einem Topf schmelzen, abkühlen lassen.
1 1/3 cups (320ml) Mehl mit einem 3/4 TL Backpulver und 2 EL Mohn in einer kleinen Schüssel vermengen.
1 cup (235 ml) Zucker mit 7 gehäuften EL Sojajoghurt in einer großen Schüssel verrühren, 1 1/2 EL Zitronensaft und 1 1/2 EL Zitronenschale (oder Zitronenback o.Ä.) und eine Prise Salz hinzugeben.
Die Mehlmischung nach und nach in 4 Portionen einrühren, dann die geschmolzene Margarine in 3 Portionen einrühren.
Den Teig in die Form geben und 50 - 55 Minuten backen.

optional mit Zitronensirup bestreichen vor dem Abkühlen. Um Sirup herzustellen 100 ml Wasser und Zucker aufkochen und leicht köcheln lassen, bis der Zucker sich gelöst hat und 2 EL Zitronensaft hinzugeben.

Hier das Foto von Zitonen-Mohn-Kuchen (links) und dem aromatisierten Kuchen mit Mandeln.
Beim nächsten Mal gibt's bessere Fotos, versprochen!




 The Daring Bakers’ February 2012 host was – Lis! Lis stepped in last minute and challenged us to 
create a quick bread we could call our own.  She supplied us with a base recipe and shared some recipes she loves from 
various websites and encouraged us to build upon them and create new flavor profiles.


Since I needed to bake a simple and quick cake for my grandmothers birthday and couldn't decide whether to go with the lemon or the simple quick bread I baked both and both with a slight variation.


First of all I had to veganize the recipes.


For the lemon quick bread I chose to veganize the recipe with soy yoghurt, since I figured I could replace both the  sour cream and the eggs with one ingredient. I didn'T have quite enough yoghurt in the house, so I thinned it with soy milk. Worked very nicely. Plus I halved the recipe and added some poppy seeds, since I always associate lemon quick bread or muffins for tea with lemon-poppy coffee cake.


For the simple quick bread I used real blanched bitter almonds instead of extract and decided to replace the egg with ground flax seeds. So for convenience I ground the flax seeds and bitteralmonds together. I soured the soymilk for the recipe with a sugar cane vinegar, great stuff! And for decoration  I added some whole almonds (sweet!) on top of the dough and for extra flavor I made a rosewater glaze. The combination of bitter almonds and rosewater is classic for marzipan, I hope it tastes that way too, I'm trying the "breads" (more cakes actually) tomorrow.


For the record: I was a bit sceptical about the time needed for baking, since these were simple dry cakes and I feared that in my oven, which tends to be on the hot and quick baking side, the loaves would turn out dry. And I admit I unpatiently tested them for doneness quite early on and took them out at the low range of the suggested cooking times. But while the outside did turn relatively dark, the loaves did need all that baking time and the dough seems dense and moist. So I'm exited to try them tomorrow! 

Samstag, 11. Februar 2012

Schoko-Orange-Muffins / Cupcakes

Hier ein Rezept, das aus Improvisation entstanden ist, als ich nicht mehr genug Kakao im Haus hatte, nur noch dieses Trinkkakao-Fertigpulver vom Aldi Süd (Tropengold). Da Wiebke und andere das Rezept haben wollen, blogge ich es gerne :)



Den Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen

Ihr verquirlt für die feuchten Zutaten
250g Sojajoghurt mit
100g weicher Margarine oder 75ml Rapsöl (nicht kaltgepresst!) in einer mittelgroßen Schüssel

In einer anderen Schüssel verrührt ihr gründlich
150ml Fertig-Kakaopulver mit ca. 50% Kakaoanteil
1 cup (235ml) Weißmehl
4 EL Zucker
3/4 TL Natron (gestrichen)
1/2 TL Backpulver (gestrichen)
1/4 TL Salz
1 Päckchen Orangeback o.Ä.

Ein Muffinblech mit Muffinpapierförmchen auslegen ;-)

Die trockenen Zutaten unter Rühren mit einem Rührgerät nach und nach zu den feuchten Zutaten dazugeben, bis ihr einen schön glatten Teig habt.

In die Muffinförmchen geben (am besten mit einem feuchten Löffel noch mal glatt streichen, wenn ihr Cupcakes machen wollt, für Muffins den Teig ruhig nicht ganz so gründlich verrühren).

20 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Für Cupcakes z.B. mit folgendem Frosting verzieren:

- 1 Päckchen Soyatoo Tofu Quark Natur o.Ä.(150g)
mit 50g weicher (!) Margarine gründlich verrühren.
Unter Verwendung eines Rührgeräts 1 Packung Puderzucker und ein Aroma nach Wahl (ich nahm Butter-Vanille Aroma für einen "amerikanischen" Geschmack, ihr könnt auch Orangenschale/ etwas Orangenöl/Orangeback nehmen oder etwas Schokolade schmelzen lassen und zugeben für eine Schoko-Frischkäse-Crème) nach und nach zugeben, bis ihr ein glattes, luftiges Frosting habt.

Das Frosting in eine Spritztülle mit Sternöffnung geben und eine große Spirale auf die Muffins spritzen und z.B.mit einem Stück Clementine und je einem kleinen Stück Schoko-Orange Schokolade (ich habe die von Aldi Süd verwendet. Zartbittersorten ohne Butterreinfett sind i.d.R. vegan) verzieren.

Foto folgt. Das Frosting ist eine Abwandlung aus dem Cream "Cheese" Frosting von Vegan Cupcakes take over the world und das Rezept ist sehr ergiebig, für weitere Verwendungsideen siehe auch den Post über Carrot-Cake-Cupcakes.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Carrot Cake Cupcakes mit Cream "Cheese" Frosting

Heute berichte ich über ein, eigentlich 2 Rezepte aus dem berühmten Buch "Vegan Cupcakes take over the world"


Ich muss gestehen, während ich mit Möhrenkuchen & -muffins in allen möglichen Variationen Erfahrung habe, bin ich ein relativer "Cream Cheese Frosting" Neuling. Einmal hatte ich selbstgemachte Sourcream auf Seidentofubasis für einen Möhrenkuchen gemacht, zu Ostern , das war auch ein ziemlicher Erfolg, wenn auch nicht sehr "käsig".

Neulich habe ich allerdings einen Fehlkauf getätigt, der nun danach schrie, eine würdige Verwendung zu finden:

der Soyatoo Soja "Quark" war leider nicht das was ich mir vorstellte. Ich hatte gehofft es sei sahnig / luftig und würde gut mit Marmelade auf Scones schmecken. Nix da. Es hatte eine zu cremig-schwere Konsistenz. Und war leicht gelblich, was man aber nunmal oft bei Sojaprodukten hat.
Zur Verteidigung des Produkts: ich hatte schon eine Nuss- und eine Beerenvariation des "Quarks", die schmeckten als Brotaufstrich gut.

Aber nun gut, jedenfalls habe ich beschlossen, es wie Frischkäse zu verwenden und die Menge reichte genau aus für das Frischkäse-Frosting Rezept aus besagtem Buch.
Im Prinzip verrührt man nur den Frischkäse zusammen mit dergleichen Menge weicher Margarine und fügt Vanille-Aroma (ich nahm künstliches Vanille-Butter Aroma) und gaaaaanz viel Puderzucker hinzu und schlägt das ganze cremig - luftig.
Das Resultat war luftig wie Schlagsahne und gleichzeitig schwer wie Käse-Creme :)
Etwas süß und künstlicher Geschmack durch das Soyatoo Produkt und das Aroma. Aber passt ja zu amerikanischer Küche ;-)

Zu den Carrot-Cake-Cupcakes:
das Rezept ist wirklich toll, sehr saftig. Die Cupcakes fallen aber klein aus und gehen anders als Muffins nicht stark auf, lassen sich somit aber auch besser dekorieren.

Kleine Veränderungen am Rezept: Statt Öl nahm ich Margarine (Tipp: bei Margarine statt Öl in Teigen einfach immer die Hälfte mehr vom Volumen her nehmen!), statt Rosinen nahm ich die doppelte Menge Walnüsse und zusätzlich zu Ingwer und Zimtpulver würzte ich mit Muskat.

Das Frosting ließ sich super leicht auf die Cupcakes spritzen. Verziert wurden die Cupcakes zum Schluss mit Walnusshälften.

Dekotipp:
Walnusshälften mit verdünntem Agavendicksaft bestreichen und im Ofen leicht backen. So werden sie schön glänzend und bekommen einen leicht karamelligen Look bei geringer geschmacklicher Veränderung (Alternativen wären Honig (nicht vegan!) oder Ahornsirup, die aber einen starken Eigengeschmack haben, oder Zuckerwasser, was dann schon wieder allerdings kaum zum Aroma beiträgt .)


Hier ein Foto, leider nach Transport im Zug, der nicht so gut verlief ...






Fazit: sehr gute Rezepte und Soyatoo Quark taugt zur Not als süßer(!) Frischkäseersatz. Noch geiler wären die Möhren-Cupcakes allerdings mit einem Orangengeschmack, denke ich :)







Samstag, 28. Januar 2012

Bonus Post - Fenchelsalat

In letzter Zeit habe ich einen neuen Lieblingsblog:  http://kblog.lunchboxbunch.com/

Ich followe dem schon seit geraumer Zeit auf facebook, aber neuerdings springen mir dort extrem viele gesunde, leckere, weitgehend saisonale Rezepte entgegen. Diese bunten, frischen Gerichte sind die totalen Muntermacher.
Hier ein echt super leckerer Salat.
Normalerweise halte ich Salat nicht für eine Mahlzeit, aber dieser Fenchelsalat, den ich zusammen mit den Kräuter-Scones serviert habe, ist echt ultra befriedigend!

Hier das Original-Rezept: http://kblog.lunchboxbunch.com/2009/07/fennel-arugula-citrus-salad-gourmet.html

Vegane Mayonnaise hatte ich nicht zur Hand und ich bin auch kein Mayo-Fan, das Dressing war auch ohne ein Hit. Und Avocado hatte ich leider auch nicht, ist nicht immer easy vernünftige Avocado zu kriegen.
Und ich habe junge Spinatblätter vom Bioladen und Salatherzen von Aldi statt Rucula genommen, das ist dann auch noch saisonaler. Spinat- und Mangoldsalat passt eh gut zu fruchtigen Dressings, wie Himbeeressig oder Dressing mit Erdbeeren.Es gibt sogar Dressings mit Marmelade als Zutat.

Aber zurück zu meinem Fenchelsalat. Hier das Foto - Voilà!

Freitag, 27. Januar 2012

Daring Bakers - here we go: Scones!

(For English blog entry see below)


Seit Dezember ist mein Blog offiziell Teilnehmer des "Daring Bakers Challenge"s. Das bedeutet, dass ich mich verpflichtet habe, monatlich ein vorgegebenes Backrezept nachzubacken und darüber zu bloggen. Das ist eine überaus lustige Geschichte, gerade wenn es ums vegane backbloggen geht, lauern potentiell einige Herausforderungen.Jeden Monat stellt ein/e andere/r Blogger/in ein Rezept vor. Diesmal war Audax Artifex aus Australien unsere Rezept-Gastgeberin.

Diesen Monat ging es los mit "Scones". Scones sind ein britisches Kleingebäck, eine Art Brötchen aus einem simplen Teig mit Backpulver. In den U.S.A. sind diese bekannt als "Biscuits", nicht zu verwechseln mit amerikanischen Scones. Diese sind wiederum ein süßes Kleingebäck in Dreiecksform.

Scones bzw. Bisquits habe ich schon oft gemacht, daher dachte ich, dies würde eine leichte Übung, doch ich täuschte mich. Bisher habe ich zwei Anläufe gestartet, aber noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.
Erster Anlauf: Scones mit selbstgepflückten Kräutern (Oregano, Thymian und Zitronentymian).



Zweiter Anlauf: "Buttermilch"-Scones.

Vegane "Buttermilch" geht ganz leicht. Man gibt zu 125ml Sojamilch einen Esslöffel neutralen Essig oder Zitronensaft und lässt das ganze 10 Minuten gerinnen. Fertig. Klappte bei mir immer sehr gut bisher.

Hier findet ihr die englische Anleitung zu den Scones.

Hier eine versimplifizierte Übersetzung und Veganisierung des Grundrezeptes für 6 Scones:


1 cup (240 ml) (140 gm/5 oz) Weißmehl
2 TL (10 ml) (10 gm) (1/3 oz) Backpulver
¼ TL (1¼ ml) (1½ gm) Salz
2 EL (30 gm/1 oz) gefrorene vegane Margarine in kleinen Stückchen (ich benutzte Alsan-Bio, Alsan ist sehr zu empfehlen, da am Butter-ähnlichsten)
ca. ½ cup (120 ml) kalte pflanzliche Milch
Optional 1 EL  pflanzliche Milch, zur Bestreichung der Scones

Mehl, Backpulver und Salz zusammen 3x sieben um eine gleichmäßige Verteilung und Struktur zu erzielen.
Ofen möglichst heiß vorwärmen (240°C).
Die Margarine auf dem Mehl verteilen und mit dem Mehl verreiben. Dabei immer wieder die  Stückchen hochheben und fallen lassen, um viel Luft in den Teig zu bekommen.



Solange verreiben, bis a) groß verrieben mit erbsengroßen Stückchen, wenn ihr eine grobe Struktur haben wollt, b) die Struktur von grobem Sand erreicht ist, wenn ihr zarte Scones haben wollt. Siehe hierzu mein Erfahrungsbericht unten.



Dann die Flüssigkeit auf einmal hinzugeben und zu einem Teig verrühren.

Auf eine bemehlte Fläche geben und vorsichtig einmal durchkneten. Dann mit Mehl zu einem flachen Quadrat drücken, jeweils die beiden äußeren Drittel des Teiges übereinander zu Mitte falten und wieder mit den Fingern zu einem flachen Quadrat (ca. 1,5cm Dicke) drücken, oder ausrollen. 3x wiederholen.
Dann mit einem runden Metallausstecher Scones ausstechen oder alternativ mit einem bemehlten scharfen Messer in Stücke (Dreiecke oder Quadrate) ausschneiden.

Traditionell australisch ist es wohl, die Scones zusammen zu einem Kreis zu formen (ein Scone in der Mitte, der Rest herum) und zusammen zu backen.

8-10 Minuten backen, je nach dem wie schnell Euer Ofen backt.
Auf einem Rost etwas auskühlen lassen und servieren. Lässt sich auch ganz gut wieder aufwärmen.

So aber jetzt mein Erfahrungsbericht (weitere Bilder unten im englischen Text).

Die Kräuterscones habe ich zugegebenermaßen nicht ganz nach Anleitung gemacht, und ich war mir nicht sicher, wie groß/fein ich die Scones wollte, also verrieb ich die Margarine zu einem Mittelding. Das Ergebnis war mir zu pizzabrötchenartig. Also gut, aber nicht so wie Scones sein sollten. Serviert habe ich sie mit einem sehr genialen Fenchelsalat, der sich einen Off-Back-Topic-Post verdient hat. Also versuchte ich es im zweiten Anlauf gröber. Und im zweiten Anlauf habe ich den Teig in Dreiecke geschnitten, da ich keine runden Ausstecher habe und eine Tasse kein guter Ersatz gewesen war. Ergebnis: zu kross und wieder ein zu glatter, zarter Teig. Vielleicht starte ich noch einen dritten Versuch - oder wende mich den altbewährten Rezepten von Peta.org zu.


This is my first Daring Bakers challenge and I wasn't sure, whether to be exited or disappointed about scones. I've baked vegan scones (brit.) / biscuits (and also U.S. type scones by the way) several times before and they always were quite a breeze, so I thought this challenge would be a breeze. 
But this months host, Audax Artifex, showed me, that scones are a serious business and there's a lot that can be done incorrectly, which led me to making two batches.

Since I was making the first batch of scones to have alongside a very awesome fennel salad and since I love trying new things, I went for the herb variant and went to harvest some of the few herbs that have so far survived the German winter in our garden: thyme, oregano and lemon thyme. 
Voilà:




For simplicity I chose soymilk as a liquid for batch #1.


The dough was really soft, softer and stickier than what I've been used to, so it was a little hard to handle and I ended up adding quite some flour and not folding the dough in such a systematic way as suggested by the host. Plus the scones didn't quite keep their shape on their way into the oven.




Result after less than 10 minutes ( I have a quick oven): something pizzabunesque







So, what went wrong?

Yes, I was a bad girl and didn't follow all of the advice: 
- flour: I have no idea how to tell what baking qualities or protein content my flour has. I've read about different flour qualities in U.S. blogs before, but somehow here in Germany, flour is flour. You can buy non-white flour in different grades of wholesomeness and you can buy spelt flour, but white flour is white flour, so when using white flour I use the cheapest and that's that
- I didn't freeze the "butter" and the soymilk I just popped in the freezer for perhaps less than 10 minutes. I had just come home from the organic store and was hungry :(
- Cutters - I've always used cups as cutters for scones / biscuits and so far it always went well, but somehow with this dough it wasn't the best choice. So 2nd batch I chose testing a sharp knife and giving up on a round shape, since I don't have round cutters
- I did triple sift the flour, but not the additional flour that was folded later - maybe you should sift additional flour. Plus I might have added too much flour. On the other hand, they didn't turn out dry or crumbly, they were actually quite moist.
- rubbing in the fat: I thought I knew how to quickly and properly rub in fat into a dough with my fingers. But Audax advises to lift the dough "up high and let it fall back down into the bowl, this means that air is being incorporated all the time, and air is what makes scones light." They weren't really dense though. But they didn't rise as high as I'm used to, either. Then she advises to aim for "pea sized" bits of fat left over here and there in the dough if you want your scones / biscuits to have a flaky texture, and for a dough resembling the coarseness of rough sand, if you like them tender. I wasn't sure what I wanted, flaky and tender both didn't sound perfect to me, so I opted for in between. Turned out way to tender, buttery, almost melted in your mouth. Nice but not what I want in a scone. I guess I'm into "flaky" after all.
- resting the dough - Audax mentions, that for better rising you can rest the dough, there are several ways to do this, but when making scones / biscuits, I just don't have the patience :)
- glazing / flouring the scones before baking - I did neither, since I feared they had enough additional flour already. Maybe I was wrong ...

Wow, see ... alot of things which can go wrong ...
alltogether the biscuits / scones were still very good, but they just weren't the way they were meant to be.

So next morning, next batch. This time: the"buttermilk" variant.

Vegan "buttermilk" is simple. You add some lemon juice or a neutral vinegar to soymilk (1Tbsp per cup) and let it sit for a while (~10 min.) That's it. Has always worked well for me.


So this time I sifted some extra flour and since the kneading was quite messy the first time, I did the kneading directly on a sheet of parchment paper using a spatula a times to lift the dough from the  paper. Kneading in layers worked a little bit better this time, but I still found the dough a little too sticky and soft to handle. And the cutting didn't work well even though I used a sharp and floured knife.


Results batch #2:


For my liking to crunchy crust. Due to the untraditional shape there is also proportionally more crust. A tad too dry, flakier than the batch before but still too tender and homogenous in texture. The different layers didn't really come out that well, but better than before.






Maybe I'll try an even flakier structure next time. Or go back to making the biscuits from peta.org. There is also a good whole grain recipe.

For by biscuit breakfast I made a Tofu Scramble with fresh spinach inspired by this recipe.

My variant:
1 Tbsp vegan buttery spread
1  carrot, julienned
2 mushrooms, halved and sliced
1 small red onion, halved and thinly sliced
1/2 tsp garlic powder
1 tsp turmeric
1 Tbsp soy sauce
1 Tbsp sugar cane vinegar
1/2 orange, juiced 
1 small block tofu, coarsely crumbed
1 cup baby spinach
Nutritional Yeast

dried parsley
black pepper



Here some more vegan recipes that I think would go well with scones / biscuits:
Senate Soup - a promising rich white bean soup
a thick White Gravy - also on a white bean base
and, similar to my breakfast recipe above but without the tofu: Wilted spinach with balsamico mushrooms

If you have any other great ideas for serving scones/ biscuits, let me know by leaving a comment :)